Projects per year
Abstract
Das Transformationsbarometer 2025 untersucht auf Basis einer repräsentativen Befragung, wie die Bevölkerung in Deutschland, mit besonderem Fokus auf Niedersachsen, zur nachhaltigen Transformation steht. Die Ergebnisse zeigen ein Spannungsfeld zwischen einem generellen Wunsch nach Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Gerechtigkeit einerseits und den realen Zwängen eines fossilen, ressourcenintensiven Alltags sowie Tendenzen gesellschaftlicher Polarisierung andererseits. Trotz breiter Zustimmung zu veränderten Mensch-Umwelt-Beziehungen, wachstumsunabhängigen gesellschaftlichen Strukturen und zahlreichen Politikinstrumenten, insbesondere im Bereich der Klimaanpassung, bestehen Vorbehalte gegenüber staatlichen Eingriffen, etwa im Verkehrs- und Wärmesektor. Zudem ist die Bevölkerung polarisiert hinsichtlich Geschwindigkeit und Tiefe der Klima- und Nachhaltigkeitspolitik.
Emotionale Reaktionen auf Klimawandel und Transformation reichen von Verunsicherung über Distanz bis zu starker Involviertheit. Parallel zeigt sich ein „Optimismusparadox“: Zuversicht für die eigene Zukunft, Skepsis gegenüber der Zukunft Deutschlands. Gleichzeitig besteht eine Unzufriedenheit mit dem Engagement zentraler gesellschaftlicher Akteure - einschließlich der eigenen Rolle, die vor allem auf Konsum fokussiert ist. Aus diesen Befunden leitet die Studie zentrale Handlungsnotwendigkeiten ab: die Konkretisierung von Transformation in Politik und Kommunikation, die Nutzung breiter Unterstützung für Klimaanpassung, eine sozialverträgliche und entpolarisierende Dekarbonisierung in Wärme und Verkehr, eine stärkere Orientierung an Grundbedürfnissen sowie eine resiliente Gesellschaftsgestaltung. Die Bevölkerung fordert dabei deutlich mehr Nachhaltigkeitsengagement aller Akteursgruppen – insbesondere von Staat, Politik und Wirtschaft.
Emotionale Reaktionen auf Klimawandel und Transformation reichen von Verunsicherung über Distanz bis zu starker Involviertheit. Parallel zeigt sich ein „Optimismusparadox“: Zuversicht für die eigene Zukunft, Skepsis gegenüber der Zukunft Deutschlands. Gleichzeitig besteht eine Unzufriedenheit mit dem Engagement zentraler gesellschaftlicher Akteure - einschließlich der eigenen Rolle, die vor allem auf Konsum fokussiert ist. Aus diesen Befunden leitet die Studie zentrale Handlungsnotwendigkeiten ab: die Konkretisierung von Transformation in Politik und Kommunikation, die Nutzung breiter Unterstützung für Klimaanpassung, eine sozialverträgliche und entpolarisierende Dekarbonisierung in Wärme und Verkehr, eine stärkere Orientierung an Grundbedürfnissen sowie eine resiliente Gesellschaftsgestaltung. Die Bevölkerung fordert dabei deutlich mehr Nachhaltigkeitsengagement aller Akteursgruppen – insbesondere von Staat, Politik und Wirtschaft.
| Original language | German |
|---|---|
| Publisher | Institut für Nachhaltigkeitssteuerung (INSUGO) |
| Number of pages | 97 |
| DOIs | |
| Publication status | Published - 10.12.2025 |
Research areas and keywords
- Politics
- Sustainability Science
Projects
- 1 Finished
-
Nachhaltigkeitsstrategie Niedersachsen
Heinrichs, H. (Project manager, academic), Hartmann, E. (Project staff) & Redenius, P. (Project staff)
Ministry of Science and Culture of the state of Lower Saxony in Germany
01.01.22 → 31.12.25
Project: Research
File
Cite this
- APA
- Author
- BIBTEX
- Harvard
- Standard
- RIS
- Vancouver