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Institutioneller Rassismus und Antisemitismus im Kontext von Beschwerden in der Schule

Research output: Journal contributions › Journal articles › Research › peer-review

Abstract

Institutioneller Rassismus und Antisemitismus im Kontext Schule sind vielfach nachgewiesen. Doch wie reagieren schulische Instanzen, wenn sich Eltern und Schüler:innen über ein institutionalisiertes Machtverhältnis beschweren und es damit zum Gegenstand sozialer Verhandlung machen? Der nachstehende Beitrag geht dieser bislang unerforschten Frage aus einer organisationstheoretisch, sowie rassismus- und antisemitismuskritisch informierten Perspektive nach. Dafür werden leitfadengestützte Interviews mit Mitarbeitenden von Beratungsstellen gegen Rassismus und Antisemitismus in Berlin und Leipzig inhaltsanalytisch ausgewertet. Die Beratenden werden in der Regel dann involviert, wenn Schulen Beschwerden aus Sicht der Betroffenen nicht konstruktiv bearbeiten. Demnach werden die Beratenden als Expert:innen befragt, die schulübergreifend insbesondere Routinen der Abwehr von Beschwerden über Rassismus und Antisemitismus identifizieren können. Ausschließende Routinen und Wissensbestände von Institutionen zeigen sich besonders deutlich, wenn gegen sie vorgegangen wird. Die Analyse der Abwehr lässt daher Rückschlüsse auf die Beschaffenheit rassistischer und antisemitischer Verhältnisse im Kontext Schule zu, die hinsichtlich ihrer Gemeinsamkeiten und Spezifika diskutiert werden.
Original languageGerman
JournalZSE - Zeitschrift für Soziologie der Erziehung und Socialisation
Volume46
Issue number2
Pages (from-to)209-224
Number of pages16
ISSN1436-1957
Publication statusPublished - 18.05.2026

Research areas and keywords

  • Gender and Diversity
  • Empirical education research

ASJC Scopus Subject Areas

  • Social Sciences (miscellaneous)
  • Education

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