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Rücksicht auf Darstellung. Modelle der Kritik nach Benjamin und Adorno

  • Stubenrauch, H. (Organiser)
  • Mattutat, L. (Organiser)
  • Rebecca Ardner (Organiser)
  • Jan Müller (Keynote speaker)
  • Eva Geulen (Keynote speaker)
  • Gerhard Schweppenhäuser (Keynote speaker)
  • Anselm Haverkamp (Keynote speaker)

    Activity: Participating in or organising an academic or articstic eventExternal workshops, courses, seminarsResearch

    Description

    Die Philosophie steht „mit jeder Wendung von neuem vor der Frage der Darstellung“, diagnostizierte Benjamin 1928 in der Erkenntniskritischen Vorrede. Solange sie aber die Identität von Gegenstand und Darstellung in der totalen Form des Systems projektierte, „schien [nirgends] in der Aufgabe des Philosophen für Rücksicht auf die Darstellung ein Ort.“ Im Zuge ihrer Kritik des Systems wurde für Walter Benjamin und Theodor W. Adorno die Darstellungsfrage virulent: Wie kann der unsystematische Gedanke der beständigen Gefahr, ins Beliebige abzugleiten, begegnen? Welche Darstellung ermöglicht es, die gewaltsamen Effekte des Systems zu vermeiden? Wie lässt sich der Anspruch auf Geltung aufrechterhalten, wenn Gegenstand und Darstellung auseinandertreten? Aus einer kritischen Lesart des Denkens der Frühromantik im Sinne einer „Systematik ohne System” entwickelten Benjamin und in seiner Nachfolge Adorno Überlegungen zu einem Denken der Konstellation und des Mosaikhaften. Sie erarbeiteten so eine Perspektive jenseits des Gegensatzes von systemisch garantierter Geltung und unsystematischer Beliebigkeit, die das Verhältnis von Wahrheit, Geschichte und Darstellung neu bestimmte. Der Workshop möchte eine Relektüre dieser Ansätze für ein Verständnis von Kritik produktiv machen, das trotz seiner Darstellungsabhängigkeit den Anspruch auf Geltung nicht aufgeben will.
    Period25.01.201826.01.2018
    Event typeWorkshop
    Organiser
    LocationLüneburg, GermanyShow on map

    Research areas and keywords

    • Science of art
    • Cultural studies