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Description
Overused spaces: a (destination) governance perspective
So sehr globale Flows enträumlichen (Appadurai) oder Räume der Ströme (Castells) Örtlichkeiten sabotieren, so produzieren sie doch in dem Moment einen Eigenraum, in dem sie sozial-strukturell wirksam werden, einen Raum konfigurieren und eine soziale Adresse im Hier – etwa in Berlin-Kreuzberg – erhalten. Kreuzberg erlebt vagabundierende Touristenströme, angelockt von einer Tourismuspolitik, durch die sich Berlin erfolgreich einen Platz in der fluiden Welt verschafft hat. In diesem Kontext ist Kreuzberg ein Allmendegut, von dessen Inanspruchnahme niemand ausgeschlossen werden kann, doch es herrschen Rivalitäten hinsichtlich der Nutzung. Übernutzung bzw. eine totale Touristifizierung ist die Folge. Da politische, wirtschaftliche und zivil-gesellschaftliche Akteure je spezifische Vorstellungen über die Tragfähigkeit des Ortes besitzen, ist in einem Governance-Prozess ein Regelsystem auszuhandeln, welches das Handeln vor dem Hintergrund einer geteilten Problemdefinition lenken soll.