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Risiken und Nebenwirkungen von Vetospielerreferenden: Warum Chirac das Verfassungsreferendum verloren hat

  • Katja Heeß
  • , Christoph Hönnige

Publikation: Beiträge in SammelwerkenAufsätze in SammelwerkenForschungBegutachtung

Abstract

Standesgemäß zum Nationalfeiertag am 14. Juli 2004 kündigte der französische Staatspräsident Jacques Chirac an, seine Landsleute in einem Referendum über den europäischen Verfassungsvertrag abstimmen zu lassen. Dies war insofern überraschend, als der Ratifikationsprozess in Frankreich lediglich eine Zustimmung von 3/5 der Abgeordneten in beiden Parlamentskammern erfordert hätte. Das am 29. Mai 2005 abgehaltene Referendum ging bei einer recht hohen Beteiligung von 69,3% der Wahlberechtigten mit 54,7% der Stimmen gegen den Vertrag verloren. Zusammen mit der Ablehnung durch die niederländische Bevölkerung in einem fakultativen Referendum lediglich 2 Tage später bedeutet das französische „Non“ den Tod der neuen Verfassung: Die Staats- und Regierungschefs haben sich auf dem EU-Gipfel am 17./18. Juni 2005 eine „Denkpause“ verordnet und den weiteren Ratifikationsprozess gestoppt.
OriginalspracheDeutsch
TitelTheorien der Verfassungsreform
Redakteure/-innenSusumu Shikano, Joachim Behnke, Thomas Bräuninger
Seitenumfang29
ErscheinungsortWiesbaden
Herausgeber (Verlag)VS Verlag für Sozialwissenschaften
Erscheinungsdatum2009
Seiten119-147
ISBN (Print)978-3-531-16523-3
ISBN (elektronisch)978-3-531-91403-9
DOIs
PublikationsstatusErschienen - 2009
Extern publiziertJa

Fachgebiete und Schlagwörter

  • Politikwissenschaft

Dieses zitieren