Abstract
Wie reagieren die deutschen Parteien auf die Fridays for Future-Bewegung, wie lassen sich die verschiedenen Reaktionsmuster verstehen und wie beeinflussen sie das Parteiensystem? Der vorliegende Beitrag stellt verschiedene formale und inhaltliche Handlungsoptionen vor, wie politische Parteien auf soziale Bewegungen und Protestakteur:innen reagieren können, und verbindet damit zentrale Ansätze der Parteien- und Bewegungsforschung. Empirisch werden die Parteireaktionen auf die FfF-Bewegung im Deutschen Bundestag untersucht. Der Fokus liegt dabei auf den parlamentarischen Initiativen der 19. Legislaturperiode, in der die FfF-Bewegung entstanden ist und auch in Deutschland großen Aufschwung erfuhr. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass sich alle Parteien mit der Klimabewegung auseinandersetzten, jedoch nur vereinzelt mit ihr kooperierten und ihre Positionen auf unterschiedliche Weise aufgriffen. Die verschiedenen Reaktionsmuster lassen sich unter anderem auf die inhaltliche Ausrichtung der Parteien sowie die Trennung zwischen Regierungs- und Oppositionsfraktionen zurückführen. Insgesamt deuten die Ergebnisse darauf hin, dass der Umgang mit klimapolitischen Forderungen und Bewegungen die Polarisierung des Parteienwettbewerbs weiter verstärken könnte.
| Originalsprache | Deutsch |
|---|---|
| Titel | Fridays for Future. : Einordnung, Rezeption und Wirkung der neuen Klimabewegung |
| Redakteure/-innen | Jan Pollex, Anna Soßdorf |
| Seitenumfang | 20 |
| Erscheinungsort | Wiesbaden |
| Herausgeber (Verlag) | Springer VS |
| Erscheinungsdatum | 2023 |
| Seiten | 193-212 |
| ISBN (Print) | 978-3-658-41446-7 |
| ISBN (elektronisch) | 978-3-658-41447-4 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Erschienen - 2023 |
| Extern publiziert | Ja |
Fachgebiete und Schlagwörter
- Politikwissenschaft
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