Abstract
Im Kontext nationaler sowie globaler Klimaschutzinitiativen steht die neue EU-Kommission unter der Leitung von Ursula von der Leyen vor der Herausforderung, den bisherigen Ankündigungen auch konkrete Umsetzungen für eine ambiti-onierte Klimaschutzpolitik folgen zu lassen. Dies betrifft insbe-sondere eine Anhebung der Klimaschutzziele der EU für 2030 sowie im Rahmen des Pariser Klimaschutzabkommens eine Überarbeitung der Langzeitstrategie 2050. Modellrechnungen des DIW Berlin zeigen, dass eine Steigerung des Ambitions-niveaus für das Jahr 2030 von derzeit 40 Prozent Emissions-minderung im Vergleich zu 1990 auf 60 Prozent machbar und ökonomisch sinnvoll ist. Den erheblichen Einsparungen bei den Umweltkosten stehen geringe Steigerungen der Ener-giesystemkosten gegenüber. Bei der weiteren Umsetzung der Klimaschutzpolitik ist die Lastenverteilung zwischen den Mit-gliedsländern weiterhin ein wichtiger Aspekt. Für die Umset-zung ambitionierter Klimaschutzziele werden weder Atomkraft noch CO2-Abscheidetechnologien benötigen. Dies steht in Einklang mit Ergebnissen europäischer Modellszenarien aus dem Projekt SET-Nav unter Beteiligung des DIW Berlin
| Originalsprache | Deutsch |
|---|---|
| Zeitschrift | DIW Wochenbericht |
| Jahrgang | 86 |
| Ausgabenummer | 41 |
| Seiten (von - bis) | 753-760 |
| Seitenumfang | 8 |
| ISSN | 0012-1304 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Erschienen - 09.10.2019 |
| Extern publiziert | Ja |
Fachgebiete und Schlagwörter
- Volkswirtschaftslehre
- Europe
- Energy
- climate policy
- technologies
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