Abstract
Dieser Beitrag rückt das Verhältnis von Verletzbarkeit und Politik in den Mittelpunkt. Der Fokus liegt dabei weder auf erlittener oder angedrohter physischer Gewalt noch auf der Vulnerabilität marginalisierter Gruppen, sondern auf gegenwärtigen Selbstdarstellungen des politischen, bisweilen sogar regierenden Personals. Gegenstand der Analyse ist die kommunikativ ausgestellte Verletzbarkeit politischer Akteure. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den Medien und Formaten, die eine derartige Kommunikation von Verletzbarkeit möglich machen und verstärken. Gerade in Podcasts lässt sich derzeit ein öffentliches Sprechen politischer Akteure beobachten, das die eigene Verletzungsoffenheit ausstellt und somit das Verhältnis von Nahbarkeit und Distanz, von Sachlichkeit und Persönlichkeit in der Politik neu auslotet. Das macht es notwendig, klassische Begriffe und Konzepte der politischen Soziologie wie etwa ‚Macht‘, ‚Repräsentation‘, ‚Amt‘ und ‚Person‘ erneut zu befragen.
| Titel in Übersetzung | Humans in Office. Vulnerability in Contemporary Political Communication |
|---|---|
| Originalsprache | Deutsch |
| Zeitschrift | Zeitschrift für Soziologie |
| Jahrgang | 54 |
| Ausgabenummer | 1 |
| Seiten (von - bis) | 47-62 |
| Seitenumfang | 16 |
| ISSN | 0340-1804 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Erschienen - 19.02.2025 |
Bibliographische Notiz
Publisher Copyright:© 2025 bei den Autoren, publiziert von Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston 2025.
Fachgebiete und Schlagwörter
- Politikwissenschaft
- Verletzbarkeiten
- Politische Kommunikation
- Politische Repräsentation
- Amt/Person
- podcasts
ASJC Scopus Sachgebiete
- Soziologie und Politikwissenschaften