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Langzeiteffekte eines Online-Trainings zur Reduktion von depressiven Beschwerden für Personen mit Diabetes Mellitus Typ 1 und Typ 2: Ergebnisse einer randomisiert-klinischen Studie nach 12 Monaten

  • Stephanie Nobis
  • , Dirk Lehr
  • , Matthias Berking
  • , Harald Baumeister
  • , Heleen Riper
  • , Frank Jan Snoek
  • , David Daniel Ebert

Publikation: Beiträge in ZeitschriftenKonferenz-Abstracts in FachzeitschriftenForschungBegutachtung

Abstract

Fragestellung: Personen mit Diabetes mellitus haben im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung ein erhöhtes Risiko unter depressiven Beschwerden zu leiden. Allgemein belegen Metaanalysen die Wirksamkeit von Online-Gesundheitstrainings im Bereich von depressiven Störungen, wobei Langzeitstudien selten sind. Für Personen mit Diabetes mellitus und depressiven Beschwerden liegen jedoch keine Befunde zur langfristigen Wirksamkeit von Online-Trainings zur Reduktion von Depressivität vor. Dies wurde in einer Ein-Jahres-Katamnese untersucht. Methodik: In einer randomisiert kontrollierten Studie wurden N = 260 Personen mit Diabetes mellitus und depressiven Beschwerden [Allgemeine Depressionsskala (ADS)> 22] eingeschlossen. Diese wurden einem diabetesspezifischen Online-Training zur Bewältigung depressiver Beschwerden (GET.ON M.E.D.) oder einer Kontrollgruppe (Online-Psychoedukation) zugeteilt. Das Training umfasste sechs Einheiten, die standardmäßig zu absolvieren waren sowie zwei optionale Einheiten. Das Training wurde mit Unterstützung durch einen Gesundheitsexperten (eCoach) absolviert. Primärer Endpunkt war die Reduktion depressiver Beschwerden (ADS). Sekundäre Endpunkte umfassten u.a. diabetesspezifische emotionale Belastungen und den HbA1c-Wert. Analysiert wurden die Daten nach zwölf Monaten nach dem Intention-to-treat (ITT) Ansatz mittels Kovarianzanalysen (ANCOVA). Ergebnisse: In der Ein-Jahres-Katamnese zeigten Teilnehmer an GET.ON M.E.D. im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant weniger depressive Beschwerden (d = 0,68), weniger diabetesbezogene emotionale Belastungen (d = 0,43) sowie einen günstigeren HbA1c-Wert (d = 0,23). Die Number Needed to Treat lag bei NNT = 3,6 (Verbesserung um 9 Punkte in der ADS). Schlussfolgerung: Die Studie zeigt erstmalig, dass ein diabetesspezifisches Online-Training einen langfristigen Effekt auf depressive Beschwerden und diabetesspezifische Belastungen haben kann. Neben der Wirksamkeit werden die realisierten Maßnahmen zur Steigerung der Adhärenz sowie die die Schwere der Ausgangssymptomatik als Moderatoren des Trainingseffekts diskutiert.
OriginalspracheDeutsch
AufsatznummerP89
ZeitschriftDiabetologie und Stoffwechsel
Jahrgang11
AusgabenummerS1
ISSN1861-9002
DOIs
PublikationsstatusErschienen - 04.2016

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  1. SDG 3 – Gute Gesundheit und Wohlergehen
    SDG 3 – Gute Gesundheit und Wohlergehen

Fachgebiete und Schlagwörter

  • Gesundheitswissenschaften

ASJC Scopus Sachgebiete

  • Endokrinologie, Diabetes und Stoffwechsel

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