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Abstract
Der Beitrag fragt nach dem Zusammenhang von Flucht, Wissensproduktion und Lebens- und Schreibhaltung in der transkulturellen Literaturkritik und -theorie Anatol Rosenfelds. Mit Roberto Schwarz vollzieht er nach, wie ein heimatlos gemachter deutsch-jüdischer Kosmopolit sich als „fremder Intellektueller“ beheimatet. Die paradoxe Einheit zwischen Distanz und Engagement in der ‚neuen‘ (brasilianischen) Kultur, die Rosenfelds nicht-sesshafte Lebens- wie auch Schreibhaltung ausmacht, wird dann anhand von Edward Saids Überlegungen zu „secular criticism“, Philologie und Exil beleuchtet. So wird zum Schluss die transkulturelle Konstruktion von Rosenfelds Gegenständen als eine jener epistemologischen Folgen von Flucht und Exil dargelegt, die die heutige Literaturwissenschaft als ihre eigene Genealogie zu begreifen beginnt.
| Originalsprache | Deutsch |
|---|---|
| Zeitschrift | Sprache und Literatur |
| Jahrgang | 53 |
| Ausgabenummer | 1 |
| Seiten (von - bis) | 89-116 |
| Seitenumfang | 28 |
| ISSN | 1438-1680 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Erschienen - 26.06.2024 |
| Extern publiziert | Ja |
Fachgebiete und Schlagwörter
- Philosophie
- Kosmopolitismus
- Flucht
- Exil
- Anatol Rosenfeld
- transkulturalität
- secular criticsm
- Erich Auerbach
- Literaturwissenschaft
Projekte
- 2 Laufend
-
Transkulturalität der europäischen Literatur. Zwischen islamischer Aufklärung und jüdischem Exil (DFG Heisenberg-Professur)
Meyzaud, M. (Wissenschaftliche Projektleiter*in)
Deutsche Forschungsgemeinschaft
01.01.25 → 31.12.27
Projekt: Forschung
-
Heisenberg-Professur Projekt II: Kosmopolitismus der Heimatlosen. Lateinamerikanisch-jüdisch-europäische Verflechtungen am Beispiel von Anatol Rosenfeld und Anna Seghers (1937-1960)
Meyzaud, M. (Wissenschaftliche Projektleiter*in)
01.01.25 → 31.12.27
Projekt: Forschung
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