Abstract
Heterogenität stellt keine ontologisch gegebene Vielfalt dar. Vielmehr wird sie permanent in alltäglichen Praktiken hergestellt, stabilisiert und transformiert, so auch in Schule und Unterricht. Anhand zweier ethnografischer Fallstudien aus dem Deutsch- und Religionsunterricht einer dritten Grundschulklasse werden neben sozialen Differenzierungskategorien, auch fachspezifische Unterscheidungspraktiken untersucht und mithilfe der Dokumentarischen Methode ausgewertet. Im Deutschunterricht steht die Differenzierung über Leistung und Wettbewerb im Vordergrund, im Religionsunterricht werden dagegen Kontinuitäten hergestellt und eine gemeinsame Erinnerungspraxis etabliert. Welche Differenzen wie bedeutsam werden, hängt zwar immer vom sozialen Kontext ab, aber ebenso von den fachspezifischen Rahmungen, die wiederum miteinander verwoben sind.
| Originalsprache | Deutsch |
|---|---|
| Zeitschrift | bildungsforschung |
| Jahrgang | 11 |
| Ausgabenummer | 1 |
| Seitenumfang | 13 |
| ISSN | 1860-8213 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Erschienen - 2014 |
Fachgebiete und Schlagwörter
- Erziehungswissenschaften
- Diversität
- Homogenese
- Heterogenese
- Praxeologie
- Ethnografie
- Grundschule
- Empirische Bildungsforschung
- Gender und Diversity
- Fachdidaktik allg.
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