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Framing und Versicherheitlichung: die diskursive Konstruktion des Klimawandels

  • Julia Grauvogel
  • , Thomas Diez

Publikation: Beiträge in ZeitschriftenZeitschriftenaufsätzeForschung

Abstract

In der Diskussion über die Versicherheitlichung der Umwelt, d. h. der Darstellung
von Gefahren für die Umwelt als existenzielle Bedrohungen, nimmt der Klimawandel breiten Raum ein. Dabei wird oftmals postuliert, dass die globale Erwärmung
direkt (in Form von Verteilungskonflikten) oder indirekt (z. B. über Migrationsströme) zu gewaltsamen Konflikten führt. Dieses Verständnis ist jedoch nur eine
mögliche Lesart des Klimawandel-Sicherheits-Nexus. Wir problematisieren diese,
indem wir die Theorie der Versicherheitlichung, wie sie in der Kopenhagener Schule
entwickelt wurde, mit einem Framing-Ansatz verbinden. Die verschiedenen
Frames von Klimawandel als Sicherheitsbedrohung unterscheiden sich dabei hinsichtlich der Frage, wen sie als Referenzobjekt annehmen und welche logischen
Verknüpfungen sie zwischen Klimawandel und dessen Sicherheitsimplikationen
vornehmen. Diese Problemdiagnosen bringen auch spezifische Politikempfehlungen hervor, was neues Licht auf das scheinbare Paradox wirft, dass zahlreiche
Versuche, den Klimawandel zu versicherheitlichen, bisher nicht zu außergewöhnlichen Maßnahmen im Sinne der Kopenhagener Schule geführt haben
OriginalspracheDeutsch
ZeitschriftZeitschrift für Friedens- und Konfliktforschung (ZeFKo)
Jahrgang3
Ausgabenummer2
Seiten (von - bis)203-232
Seitenumfang30
ISSN2192-1741
PublikationsstatusErschienen - 2014
Extern publiziertJa

Fachgebiete und Schlagwörter

  • Politikwissenschaft
  • Versicherheitlichung
  • Klimawandel
  • Framing
  • Diskurs
  • Umweltsicherheit

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