Abstract
In dieser Ausgabe wird untersucht, unter welchen Bedingungen die Bemühungen externer Akteure zum Staatsaufbau (state-building) in Räumen begrenzter Staatlichkeit effektiv sind. Wir argumentieren, dass die Legitimität der extern geförderten Norm unter lokalen Akteuren wesentlich für den erfolgreichen Aufbau von Staatskapazitäten ist. Internationale Normen müssen anschlussfähig sein an dominante innerstaatliche Diskurse über politische Reformen. Empirisch untersuchen wir die Anti-Korruptions-Programme der Europäischen Union (EU) und ihre Implementation in einer der korruptesten Regionen der Welt, dem Südkaukasus. Wir zeigen, dass Legitimität erklären kann, warum die Bemühungen der EU in Georgien zur Verringerung von Korruption beigetragen haben, nicht aber in Armenien. In beiden Ländern konnten politische Eliten die Anti-Korruptions-Programme selektiv als Instrument gegen politische Gegner nutzen und mit Hilfe vergrößerter Staatskapazitäten das Regime stabilisieren. Allerdings wurde nur in Georgien die Korruptionsbekämpfung durch eine dauerhafte innerstaatliche Mobilisierung unterstützt, die zusätzlichen Druck auf politische Eliten zur effektiven Umsetzung institutioneller Reformen aufbaute.
| Titel in Übersetzung | Externer Staatsaufbau und warum Normen wichtig sind: Der Kampf der Europäischen Union gegen Korruption im Südkaukasus |
|---|---|
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsort | Berlin |
| Verlag | Freie Universität Berlin, DFG Sonderforschungsbereich 700 |
| Seitenumfang | 32 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Erschienen - 04.2014 |
Fachgebiete und Schlagwörter
- Politikwissenschaft
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Untersuchen Sie die Forschungsthemen von „Externer Staatsaufbau und warum Normen wichtig sind: Der Kampf der Europäischen Union gegen Korruption im Südkaukasus“. Zusammen bilden sie einen einzigartigen Fingerprint.Dieses zitieren
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