Abstract
Während Wolfgang Eßbach in seiner historisch angelegten Religionssoziologie den Weg einer Intellektuellensoziologie geht, um anhand der Erfahrungen und Äußerungen von Intellektuellen etwas über die religiöse Situation der jeweiligen Zeit zu erfahren, wollen wir in diesem Beitrag näher auf die Arbeiten zweier Autoren eingehen, die einen anderen Weg vorschlagen: Michel de Certeau und Bruno Latour interessieren sich nicht für Intellektuelle, sondern für religiöse Praktiken und religiöse Rede. In ihren Arbeiten wird daher konsequent der praktisch-performative Aspekt von Religion in den Vordergrund gerückt. Dass wir gerade auf zwei Autoren zurückgreifen, die sich selbst als Katholiken identifiziert haben, ist durchaus beabsichtigt. Der Beitrag möchte schließlich auch der Frage nachgehen, ob man nicht aus heuristischen Gründen einen stärker auf Intellektualität und Intentionalität setzenden protestantischen Strang des Denkens von Religion und einen eher auf Praktiken und Ritualität setzenden katholischen Strang des Denkens von Religion unterscheiden müsste, ob Religion also nicht nur als wissenschaftliches Thema, sondern auch auf der Ebene der eigenen religionssoziologischen Beobachtungskategorien auftaucht.
| Titel in Übersetzung | A catholic tone? Michel de Certeau’s and Bruno Latour’s approaches to religious speech as alternatives to a sociology of intellectuals |
|---|---|
| Originalsprache | Deutsch |
| Zeitschrift | Zeitschrift für Religion, Gesellschaft und Politik |
| Jahrgang | 3 |
| Ausgabenummer | 1 |
| Seiten (von - bis) | 177-198 |
| Seitenumfang | 22 |
| ISSN | 2510-1218 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Erschienen - 2019 |
| Extern publiziert | Ja |
Fachgebiete und Schlagwörter
- Soziologie
- Religiöse Praktiken
- Religiöse Sprechakte
- Performativität
- Mystik
- Katholische Religionssoziologie
Fingerprint
Untersuchen Sie die Forschungsthemen von „Ein katholischer Tonfall? Michel de Certeaus und Bruno Latours Zugänge zu religiöser Rede als Alternativen zu einer Intellektuellensoziologie“. Zusammen bilden sie einen einzigartigen Fingerprint.Dieses zitieren
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