DSM-IV und DSM-5: Was hat sich tatsächlich verändert?

  • Anna M. Ehret*
  • , Matthias Berking
  • *Korrespondierende/r Autor/-in für diese Arbeit

    Publikation: Beiträge in ZeitschriftenÜbersichtsarbeitenForschung

    11 Zitate (Scopus)

    Abstract

    Im Mai 2013 ist die fünfte Auflage des Diagnostischen und Statistischen Manuals Psychischer Störungen (DSM-5) der American Psychiatric Association erschienen. Um die Vor- und Nachteile des DSM-5 beurteilen und gegebenenfalls in Forschung und Praxis angemessen berücksichtigen zu können, sollten Wissenschaftler und Praktiker gleichermaßen über die Änderungen gegenüber dem DSM-IV informiert sein. In diesem Beitrag werden die wesentlichen Unterschiede zwischen dem DSM-IV und DSM-5 beschrieben. Zentrale Unterschiede in dem Gesamtsystem ergeben sich durch die Aufgabe des multiaxialen Systems und die Neuanordnung der Störungen. Wesentliche Veränderungen auf Störungsebene enthalten die Einführung Schwerer und Leichter Neurokognitiver Störungen, die Aufhebung von Trauerreaktionen als Ausschlusskriterium für Major Depression und die Aufnahme von Agoraphobie als eigenständige Diagnose. Als neue Störungskategorien wurden beispielsweise die «Binge-Eating»-Störung, die Prämenstruelle Dysphorische Störung, die Disruptive Stimmungsdysregulationsstörung, Zwanghaftes Horten, Dermatillomanie und Koffeinentzug eingeführt. Ausgeschlossen wurden unter anderem die Störung mit Sexueller Aversion und die Undifferenzierte Somatoforme Störung. Letztlich wurden bei fast allen Störungen die Informationen zur Störungsbeschreibung aktualisiert und/oder die diagnostischen Kriterien geringfügig modifiziert. Bei der Bewertung der vorgenommenen Veränderungen muss berücksichtigt werden, dass das DSM verschiedenen, teilweise konträren Zielstellungen dient. Eine kontroverse Bewertung der Neuauflage ist daher zu erwarten.
    Titel in ÜbersetzungFrom DSM-IV to DSM-5: What has changed in the new edition?
    OriginalspracheDeutsch
    ZeitschriftVerhaltenstherapie
    Jahrgang23
    Ausgabenummer4
    Seiten (von - bis)258-266
    Seitenumfang9
    ISSN1016-6262
    DOIs
    PublikationsstatusErschienen - 2013

    UN SDGs

    Dieser Output leistet einen Beitrag zu folgendem(n) Ziel(en) für nachhaltige Entwicklung

    1. SDG 3 – Gute Gesundheit und Wohlergehen
      SDG 3 – Gute Gesundheit und Wohlergehen

    Fachgebiete und Schlagwörter

    • Gesundheitswissenschaften

    ASJC Scopus Sachgebiete

    • Psychiatrie und psychische Gesundheit
    • Klinische Psychologie

    Fingerprint

    Untersuchen Sie die Forschungsthemen von „DSM-IV und DSM-5: Was hat sich tatsächlich verändert?“. Zusammen bilden sie einen einzigartigen Fingerprint.

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