Abstract
Warum nutzt die EU den Handlungsdruck, der von der Krise ihres dysfunktionalen Asylsystems ausgeht, nicht als Gelegenheitsfenster für innovative Reformen? Im analytischen Bezugsrahmen der Spieltheorie und auf der Grundlage der empirische Policyanalyse von Konfliktkonstellationen in der internen Dimension der EU Asylkrise wird argumentiert: Politische Innovationen scheitern an den Interessenskonflikten und Machtunterschieden der Mitgliedstaaten. Mittelbar spielen dafür auch die Akzeptanz- und Legitimationsprobleme innovativer Lösungen zugunsten der Harmonisierung und fairen Verteilung der Verantwortung für die Aufnahme von Geflüchteten eine Rolle, die im Zuge des Erstarkens nationalistischer und rechtspopulistischer Einstellungen bei Teilen der Wähler*innen gegenüber den Regierungen signalisiert werden.
| Originalsprache | Deutsch |
|---|---|
| Titel | Innovation und Legitimation in der Migrationspolitik: Politikwissenschaft, politische Praxis und Soziale Arbeit im Dialog |
| Redakteure/-innen | Roswitha Pioch, Katrin Toens |
| Seitenumfang | 22 |
| Erscheinungsort | Wiesbaden |
| Herausgeber (Verlag) | VS Verlag für Sozialwissenschaften |
| Erscheinungsdatum | 2020 |
| Seiten | 79-100 |
| ISBN (Print) | 978-3-658-30096-8 |
| ISBN (elektronisch) | 978-3-658-30097-5 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Erschienen - 2020 |
Fachgebiete und Schlagwörter
- Politikwissenschaft
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