Abstract
Die vorliegende Untersuchung erkundet, ob sich Kindergartenkinder mit und ohne Migrationshintergrund in ihrem Emotionsverständnis und ihrer behavioralen Selbstregulation unterscheiden.
356 drei- bis sechsjährige Kinder mit deutschen Eltern wurden mit 115 Kindern
mit mindestens einem nicht-deutschen Elternteil hinsichtlich ihres Emotionsverständnisses (TEC) und ihrer Selbstregulation (HTKS) miteinander verglichen, wobei zunächst nur das Alter der Kinder kontrolliert wurde. Dabei konnten starke Haupteffekte für den Migrationshintergrund und keine Haupteffekte für das Geschlecht nachgewiesen werden. Nach Berücksichtigung des Sprachverständnisses der Kinder verschwand der Einfluss des Migrations hintergrundes auf das Emotionsverständnis und die behaviorale Selbstregulation. Vielmehr konnte eine bedeutsame Rolle des rezeptiven Sprachverständnisses festgestellt werden, die wiederum mit dem Herkunftsland der Eltern zusammenhing. So zeigten Kinder mit mindestens einem nicht-deutschen Elternteil im Mittel ein schlechteres Sprachverständnis sowie weniger gut ausgebildete Fähigkeiten beim Emotionsverständnis und bei der behavioralen
Selbstregulation als Kinder mit zwei deutschen Eltern. Die Rolle der Sprache beim Erwerb von Emotionsverständnis und Selbstregulation wird diskutiert.
356 drei- bis sechsjährige Kinder mit deutschen Eltern wurden mit 115 Kindern
mit mindestens einem nicht-deutschen Elternteil hinsichtlich ihres Emotionsverständnisses (TEC) und ihrer Selbstregulation (HTKS) miteinander verglichen, wobei zunächst nur das Alter der Kinder kontrolliert wurde. Dabei konnten starke Haupteffekte für den Migrationshintergrund und keine Haupteffekte für das Geschlecht nachgewiesen werden. Nach Berücksichtigung des Sprachverständnisses der Kinder verschwand der Einfluss des Migrations hintergrundes auf das Emotionsverständnis und die behaviorale Selbstregulation. Vielmehr konnte eine bedeutsame Rolle des rezeptiven Sprachverständnisses festgestellt werden, die wiederum mit dem Herkunftsland der Eltern zusammenhing. So zeigten Kinder mit mindestens einem nicht-deutschen Elternteil im Mittel ein schlechteres Sprachverständnis sowie weniger gut ausgebildete Fähigkeiten beim Emotionsverständnis und bei der behavioralen
Selbstregulation als Kinder mit zwei deutschen Eltern. Die Rolle der Sprache beim Erwerb von Emotionsverständnis und Selbstregulation wird diskutiert.
| Titel in Übersetzung | The Development of Emotional Understanding and Behavorial Self-Regulation in Kindergarten Children from German and Immigrant Families |
|---|---|
| Originalsprache | Deutsch |
| Zeitschrift | Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie |
| Jahrgang | 59 |
| Ausgabenummer | 7 |
| Seiten (von - bis) | 529-544 |
| Seitenumfang | 16 |
| ISSN | 0032-7034 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Erschienen - 2010 |
UN SDGs
Dieser Output leistet einen Beitrag zu folgendem(n) Ziel(en) für nachhaltige Entwicklung
-
SDG 3 – Gute Gesundheit und Wohlergehen
Fachgebiete und Schlagwörter
- Psychologie
- Behavioral self regulation
- Emotion understanding
- Kindergarten children
- Migration
- Test of emotion comprehension (TEC)
ASJC Scopus Sachgebiete
- Pädagogische und Entwicklungspsychologie
- Psychiatrie und psychische Gesundheit
Fingerprint
Untersuchen Sie die Forschungsthemen von „Die Entwicklung des Emotionswissens und der behavioralen Selbstregulation bei Vorschulkindern mit und ohne Migrationshintergrund“. Zusammen bilden sie einen einzigartigen Fingerprint.Dieses zitieren
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