Die Ausweitung der Bekenntniskultur - neue Formen der Selbstthematisierung?

    Publikation: Bücher und AnthologienSammelwerke und AnthologienForschung

    Abstract

    Eine Gesprächskultur der Selbstthematisierung ist entstanden, die vielfach die Form von Bekenntnis und Geständnis, von sanktionsfreier Selbstenthüllung, annimmt. Viele Tabus sind inzwischen zurückgedrängt oder gebrochen, es darf über private und intime, das Selbst betreffende Dinge gesprochen werden, wie es früher in diesem Ausmaß nicht möglich war. Dazu kommen neue mediale Formen der Selbstdarstellung und des Identitätsmanagements. Immer wichtiger wird darüber hinaus eine kompetente Balancierung zwischen Selbsterkenntnis und Selbstdarstellung, zunehmend auch im beruflichen Bereich, wo Selbstreflexion und Selbstcoaching zu neuen Zauberformeln der Managerweiterbildung geworden zu sein scheinen. Damit ist eine zeitdiagnostische These umrissen, die sich auf ein ganzes Bündel von Vermutungen stützt, die genauerer Prüfung bedürfen.
    OriginalspracheDeutsch
    ErscheinungsortWiesbaden
    VerlagVS Verlag für Sozialwissenschaften
    Seitenumfang360
    ISBN (Print)978-3-531-14759-8, 3-531-14759-5
    ISBN (elektronisch)978-3-531-90288-3
    DOIs
    PublikationsstatusErschienen - 2006

    Fachgebiete und Schlagwörter

    • Soziologie
    • Fernsehen
    • Gesellschaft
    • Identität
    • Kultur
    • Massenmedien
    • Soziologie

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