Abstract
Angesichts der Fluchtbewegungen der letzten Jahre, wie aus Syrien und der Ukraine, eröffnen sich Fragen nach Kontinuitäten sowie (kollektiven) Lern- und Verän- derungsprozessen in Schulen hinsichtlich der Begleitung transnationaler Bildungswege. Der Beitrag geht diesen Fragen basierend auf Interviewanalysen aus einem qualitativ-explorativen Forschungsprojekt nach. Vor dem Hintergrund der Reflexion eigener Transformationserwartungen, die durch die Perspektive diskriminierungskritischer Schulentwicklung angeregt sind, werden Praktiken der Begleitung geflüchteter Schüler:innen rekonstruiert und auf ihre Bedeutung für eine diskriminierungskritische schulische Transformation befragt. Es wird gezeigt, dass institutionelle Spielräume in einigen Schulen zwar für kritische Reflexionen und Praktiken genutzt werden, um (potenziellen) Ausschlüssen im Kontext von Flucht entgegenzuwirken. Diese Interventionen deuten jedoch weniger auf eine Transformation im Sinne einer umfassenden diskriminierungskritischen Veränderung von Schule, denn auf ein Navigieren an den Rändern des institutionell Geregelten, das sich als ambivalent erweist.
| Titel in Übersetzung | Recent Refugee Migrations as an Occasion for Anti-Discriminatory School Change? : Empirical Analyses and Reflections on Expectations of Transformation |
|---|---|
| Originalsprache | Deutsch |
| Zeitschrift | Zeitschrift für erziehungswissenschaftliche Migrationsforschung (ZeM) |
| Jahrgang | 3 |
| Ausgabenummer | 1+2 |
| Seiten (von - bis) | 74-89 |
| Seitenumfang | 16 |
| ISSN | 2701-2476 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Erschienen - 19.12.2024 |
Fachgebiete und Schlagwörter
- Erziehungswissenschaften
- Transformation
- Schulentwicklung
- Flucht
- Ukraine
- Diskriminierung
- institutioneller Wandel