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Über Wende und Wandel sprechen: Oder: Harmonie und Routiniertheit verabschieden

Publikation: Beiträge in SammelwerkenAufsätze in KonferenzbändenForschungBegutachtung

Abstract

Begriffe des Wandels haben Konjunktur: Die aktuelle Debatte kreist um „Zeiten-
wende“, „Transformation“ oder „Umbau“. Dabei implizieren diese Begriffe tief-
greifende Veränderungen und konfrontieren Zuhörer, also im politischen Fall:
Wählerinnen und Wähler, mit der Zumutung einer gewissen Erwartungsunsicher-
heit. Der Begriff der Zeitenwende, den Bundeskanzler Olaf Scholz angesichts des
russischen Angriffskriegs auf die Ukraine 2022 im Bundestag und seitdem konse-
quent verwendet, markiert zudem eine Geschichtlichkeit des Augenblicks. Es gibt
ein Vergangenes und ein Kommendes. So zu reden bedeutet, viel mehr Pathos des
Augenblicks einzusetzen als etwa mit einer Sprache voller Metaphern der Alltäg-
lichkeit und Routiniertheit. Man denke beispielsweise an Floskeln wie „Hausauf-
gaben machen“. Ein solches Bild aus der Alltagswelt dient dazu, Wählerinnen und
Wähler über Entscheidungen und notwendige Arbeitsprozesse des Politischen
weniger auf- statt abzuklären
OriginalspracheDeutsch
TitelZwischen Zumutung und Zuversicht : Transformation als gesellschaftliches Projekt
Redakteure/-innenBundeskanzleramt
Seitenumfang4
ErscheinungsortBerlin
Herausgeber (Verlag)Bundeskanzleramt
Erscheinungsdatum2025
Seiten66-69
PublikationsstatusErschienen - 2025

Fachgebiete und Schlagwörter

  • Politikwissenschaft

Dieses zitieren