Transformative Wissenschaft – autonom, nützlich oder transversal? Ein feldtheoretischer Öffnungsversuch der Gaia-Debatte

  • Jeremias Herberg (Sprecher*in)

    Aktivität: Vorträge und GastvorlesungenKonferenzvorträgeForschung

    Beschreibung

    Dieser Vortrag untersucht eine rezente Kontroverse, die vor allem in der Zeitschrift Gaia in Bezug auf Nachhaltigkeit als Herausforderung für die akademischen Wissenschaften geführt wurde.

    Da halten die Einen, etwa ein Vorsitzender der DFG, an einem orthodoxes Bild der Wissenschaft fest und werfen den anderen Häresie vor. Es benötige eine gewisse Distanz zu gesellschaftspolitischen Problemlagen, um Wissen zu produzieren, das durch seine epistemische Spezifizität dabei hilft, demokratiepolitische Lösungswege einzuschlagen. Die Anderen, etwa Uwe Schneidewind als Leiter des Wuppertal-Instituts, werfen dem orthodoxen Lager das Interesse am Erhalt der Herschaftsverhältnisse vor.
    Ich lege es unter Rückgriff auf feldsoziologische Begriffe auf eine theoretische Öffnung an, mit der sich die polemischen Pattsituationen und institutionellen Pathologien, die sich beispielhaft in der Gaia-Debatte abzeichnen, erkennen und überschreiten lassen.
    Zeitraum08.02.201710.02.2017
    EreignistitelReflexive Responsibilisierung. Verantwortung für nachhaltige Entwicklung
    VeranstaltungstypKonferenz
    OrganisatorenCarl von Ossietzky Universität Oldenburg, Leuphana Universität Lüneburg
    OrtLüneburg, Deutschland, NiedersachsenAuf Karte anzeigen

    Fachgebiete und Schlagwörter

    • Soziologie
    • Nachhaltigkeitswissenschaft