Aktivität: Vorträge und Gastvorlesungen › Konferenzvorträge › Forschung
Beschreibung
Warum erscheinen die aktuellen Musik-Ästhetiken kaum anwendbar und verwirrend, voller Ansätze, die nicht passen, die Ausgrenzungen vornehmen und die sich an historischen Schulen und Schauplätzen abarbeiten? Weil sie vorphonographische Ästhetiken sind und die medial verfasste transkulturelle musikalische Praxis ignorieren. Sie sind für den grössten Teil der Gegenwartsmusik schlicht unzuständig. Sie verhandeln musikalische Qualität, Originalität, Fortschritt, Reflexion, gesellschaftliche Relevanz et cetera vor dem Hintergrund eines Materialbegriffs, dessen Strukturparameter die mittels Notenschrift notierbaren Abstraktionen sind, welche wir bereits in der Schule lernen: Melodik, Harmonik, Rhythmik, Dynamik. Der Klang wird als gestalterisches Element, wenn überhaupt, in Kategorien der Instrumentierung und des Arrangements verhandelt oder direkt der Aufführungspraxis zugeordnet (und so aus den ‚komponierbaren‘ Parametern in den Bereich der Interpretation verschoben)...
Zeitraum
09.11.2018
Ereignistitel
31. DVSM-Symposium 2018 : Musik und Ästhetik:Alte Fragen, neue Perspektiven
Veranstaltungstyp
Konferenz
Konferenznummer
31
Sponsor
Dachverband der Studierenden der Musikwissenschaft e.V.